Vulcanus mons
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Beschreibung
Vulcanus mons, 54 x 74 cm, Öl und Acryl auf Flachweberei, Leinen handgewebt, Schattenfugenrahmen, 2024
Seit 25 Jahren stellt die traditionelle Leinen-Handweberei das Hauptarbeitsfeld in meinem Schaffen dar, indem ich mir farbige Leinwände für meine künstlerische Arbeit selbst an einem großen Flachwebstuhl herstelle. Stück für Stück und alles von Hand.
Es ist eine Arbeitsweise, in die ich unheimlich viel Zeit hineinfließen lasse und die mir ermöglicht auf vielerlei Ebenen eine wundersame Einheit von Weberei und Malerei zu erschaffen. Ich benutze nur Leinengarn. Die Kühle, die es ausstrahlt, fasziniert mich. Schon die Ägypter vor 5000 Jahren nannten es seiner Schönheit wegen „Gewebtes Mondlicht“. Ich färbe zumeist das Garn selbst. Danach spule ich es: Kettspulen für das Schären der Webkette und Schussspulen für den eigentlichen Webvorgang. Letztendlich nach dem Schären der Kette, dem Bäumen und Einziehen in den Webstuhl beginnt mein Rhythmus des Webens.
Nach dem Weben, setzt für mich der weitere bildnerische Prozess ein.
Zumeist bedrucke ich meine Leinwände in der ursprünglichen Form des heutigen industriellen Siebdrucks, der Serigrafie. Oder ich bediene mich der einfachsten Form – dem Schablonendruck. Den entstandenen Formen lasse ich Zeit. Ich warte, bis sich die Figuren aus der gewebten Fläche herauslösen, um von mir dann ganz im malerischen Sinne festgehalten zu werden. Dazu benutze ich Pinsel und verschiedene Farben, auch Ölkreiden und Tuschen.
Sehr intuitiv bearbeite ich die gewebten Flächen. Die farbige, strukturierte Oberfläche des Stoffes bleibt an vielen Stellen sichtbar.
Wichtig ist mir vor allem das gleichwertige Miteinander von Weberei und Malerei. Die Weberei allein wird zum Tuch, die Malerei ohne die selbst gewebte Leinwand erreicht für mich nicht die zarte Dimension des Verbundenseins. Ich brauche den Zauber der gewebten Flächen, die ganze Vorarbeit, damit sich die malerische Arbeit danach so sensibel entwickeln kann. Die gewebten Strukturen mit ihren Farben und Mustern, das saugfähige Material bedingen eine ganz andere Herangehensweise als eine gekaufte weiße Leinwand.

Danjana Brandes
Biografie anzeigen
-1979 geboren in Neindorf, Sachsen-Anhalt
– 1997-1999 werbegrafische Ausbildung
– 1999-2005 Studium an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle bei Prof. Mechthild Lobisch, Klasse Konzeptkunst/Buch und bei Prof. Inge Götze, Klasse Malerei/Textil
– 2002 -2005 Erlernen der Leinen-Flachweberei in der Staatlichen Textilmanufaktur Halle/Saale – erste großformatige Webereien entstehen
– 2003 Stipendium an der Hochschule für Kunst, Architektur und Design AAAD Prag bei Prof. Zdenek Ziegler, Klasse Grafikdesign
– seit 2006 freischaffend tätig in Sebnitz
– 2006 Geburt der Tochter / Förderung durch das Regierungspräsidium Dresden – Kauf eines eigenen großen Flachwebstuhls / 2006 Erster Preis GUDRUN-SJÖDEN-Wettbewerb
– 2008 Geburt des Sohnes
– 2017 Zweiter Preis Kunstwettbewerb „Rheingold“
– 2020 Denkzeit-Stipendium der Kulturstiftung Sachsen
– 2021-2023 Kleinprojektefond der Kulturstiftung Sachsen: Gründung / Kursleitung der KUNSTwerkstatt Sebnitz
Werke im öffentlichen und privaten Besitz
Zusätzliche Information
| Künstler | Danjana Brandes |
|---|---|
| Technik | Mixed Media |
| Zustand | neuwertig |
| Typ | Bild |





